Wie entstehen diese Sticker?

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Besonders häufig sieht man in letzter Zeit 3D Sticker auf MacBooks. In den Hörsälen stehen meistens rund 50% Macs herum, die alle Doming Aufkleber auf der Vorderseite angebracht haben. Diese Aufkleber schauen cool aus und geben dem ganzen Book einen individuellen Touch. Die Frage ist nun, wie macht man solche 3D Sticker beziehungsweise woher kommen diese? Und wie entstehen diese hunderten verschiedenen Motive?

Beispiele für Doming Aufkleber

Neben den Ideen für diese Motive braucht es einiges an Technik und Aufwand, um zu wirklichen schönen und gelungenen Sticker zu gelangen. Der vereinfachte Weg dazu ist hier beschrieben:

I. Zuerst ist die Motividee gefragt. Ideen kommen und gehen mit der Zeit. Mit ihnen ist es sehr komisch, denn sie sind nicht steuerbar. Um Ideen auch dann noch parat zu haben, wenn man sie braucht und anwenden kann, schreiben kreative Leute Motivideen in ein Skizzenbuch. Darin lässt sich dann zu gegebener Zeit schmökern.

II. Der nächste Schritt ist das Umsetzen eines Motivs in einen Vektor: Dabei wird auf ein breites Angebot an Software zurückgegriffen, welche das Erstellen und Bearbeiten einer Vektorgrafik stark vereinfacht. Wichtig ist dabei nur, dass man einen maßstabsgetreuen Vektor erstellt. Eine Pixelgrafik wäre dabei nicht sehr hilfreich. Weiters muss der Pfad des Vektors geschlossen sein, da dieser später für den Plotter als Schneide-Pfad benutzt wird. Diese würden sonst weggeschnitten werden. Besonders wichtig ist dies, wenn bestimmte Schriften angewendet werden, die den 3D Sticker verschönern. Diese könnten beispielsweise eingebettet werden.

III. Damit der Doming Aufkleber schön konturenfrei ausgeschnitten wird, muss dem Schleppmesser ein Art Pfad gegeben werden, an dem es entlang schneiden kann. In der Praxis wird häufig ein sogenannter CutPath angelegt. Dies könnte beispielsweise durch das Einfärben des Pfades in Magenta oder einer anderen dominanten Farbe passieren. Sehr wichtig ist, dass der Pfad in sich geschlossen ist.

IV. Der Zuschnitt des 3D Sticker ist dann nur mehr Formsache. Zunächst wählt man eine Folie für den Schnitt aus. Folien mit einer Dicke von 60-100µm aus. Danach wird dem Plotter der Aufkleber freigegeben und der Druckvorgang kann beginnen. Zu beachten ist hierbei, dass Schleppmesser-Plotter nicht allzu feine Konturen herstellen können- Gerade winzig kleine Schriften zerstört man hier häufig. Nach dem Plotten wird das „Negativ“ mit einem Entgitter-Messer herausgenommen. Auf den 3D Sticker kommt nun Schutzlaminat und/ oder eine Transferfolie.

Doming Aufkleber sind wie oben beschrieben sehr schön anzusehen- aber nur wenn diese wirklich schön gearbeitet sind. Wer sich die Arbeit nicht selbst antun möchte, oder wer die Technologie nicht hat, der sollte diese 3D Sticker bei Bedarf im Internet, zB bei Visdome, bestellen. Bereits für wenig Geld bekommt man recht ansehnliche Sticker.

Bildquelle: visdome-3d.com

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